endlich 2017..

Hallo Zäme

Endlich 2017... das beschreibt kurz und knapp meine Gedanken nach Silvester.


Das Jahr 2016 war aus sportlicher Sicht eine grosse Enttäuschung. Ich hatte viele Rückschläge und Niederlagen zu verdauen und mein Körper zeigte mir klar und deutlich, dass er dringend eine Pause brauchte. Aus diesem Grund verzichtete ich hier auf einen Jahresrücklick. Denn ich habe meine Lehren aus dem letzten Jahr gezogen und freue mich einfach, dass jetzt endlich 2017 ist und ich positiv ins neue Jahr starten kann.

Der Januar war aber alles andere als ein Spaziergang... Tägliche Physiotherapien und Trainings fürs Knie und den Rücken in Hergiswil oder Basel, intensives Mentaltraining, Semesterprüfungen an der Uni und ein neuer Saisonjob als Ausgleich zum Sport in Engelberg.

Jetzt aber der Reihe nach: Das Knie wird jeden Tag ein bisschen stabiler und seit letztem Monat hat sich wieder einiges getan. Diese Tatsache hat es mir auch erlaubt erste Sprungtrainings zu absolvieren. Natürlich waren es nur kleine Einbein-Sprünge auf einen Stepper. Für mich war dies aber ein riesen Schritt, denn die letzten schmerzfreien Sprünge lagen bereits etwas länger zurück. Auch die ersten kleinen Joggingrunden (5-10 Min.) gehen problemlos. Woche für Woche kann ich nun die Belastung steigern. Trotzdem habe ich immer im Hinterkopf, dass ich dem Knie auch die nötige Zeit für die Erholung geben muss.

Die Situation mit dem Rücken gestaltet sich etwas mühsamer und komplizierter. Ich habe in den letzten beiden Monaten enorme Fortschritte in der Beckenstabilität und Ansteuerung der richtigen Muskeln gemacht. Trotzdem bin ich nur an wenigen Tagen schmerzfrei. Dies erschwert das tägliche Training und stört den Rehaverlauf etwas. Gemeinsam mit meinem Arzt und meinen Physios prüfe ich gerade Optionen, um die Schmerzen noch mehr lindern zu können. Zudem laufen gerade Abklärungen für weitere Therapieansätze. Mir war seit dem Saisonabbruch klar, dass die Rückenreha grössere Hindernisse mit sich bringen würde als die Kniereha. Ich bin aber nachwievor zuversichtlich und gehe den eingeschlagenen Weg konsequent.

Nicht nur mein Körper wird gefordert, auch mein Kopf hat viel zu tun. Im Moment bin ich mitten in einer Berg- und Talfahrt der Gefühle. An manchen Tagen fällt es mir schwer nicht Ski fahren zu dürfen, während gleichzeitig alle nur noch von den tollen Pistenbedingungen oder der WM in St.Moritz sprechen. Und ganz ehrlich, manchmal tuts richtig weh zu sehen wo ehemalige Teamkolleginnen jetzt stehen, mit denen ich damals auf Augenhöhe Rennen bestritten habe. Dann gibts Tage, an denen mich nichts aus der Ruhe bringen kann und ich mich völlig auf mich und meine Aufgaben konzentrieren kann. Der Januar war genau der richtige Moment das Mentaltraining mit meinem Mentalcoach wieder zu intensivieren. Hinzu kamen dann noch die Semesterprüfungen an der Uni, die ich erfolgreich absolviert habe... Juhuiiiiiiiii

Um noch etwas mehr Struktur in meinen Alltag zu bekommen, habe ich mich für eine Saisonstelle bei den Titlis Bergbahnen Engelberg beworben. Jetzt arbeite ich 40-60% (normalerweise Fr, Sa und So) im Chalet bei der Talstation an der Bar. Kommt doch mal auf einen Besuch vorbei :-)

Wenns weiter nach Plan läuft, dauerts noch zwei Monate und dann kann ich endlich wieder...

Eure Andrea