Krücken weg.. juhuiiii

Hallo Zusammen

Der letzte Eintrag ist bereits über einen Monat her. In dieser Zeit ist einiges vorwärts gegangen..


Die Krücken konnte ich aufgrund des guten Heilungsverlaufs bereits eine Woche früher als geplant in den Keller stellen. Ich war extrem froh darüber, denn die eingeschränkte Mobilität ging mir sehr auf die Nerven.
Nach exakt acht Wochen durfte ich auch meine Knieschiene anpassen und das Knie ohne Vollbelastung über 90° biegen.

Die Reha verläuft nachwievor nach Plan. Als erstes ging es darum, beim Laufen keine Schonhaltung einzunehmen und beide Beine gleich zu belasten. Dann durfte ich bereits die ersten Kniebeugen und Kräftigungsübungen machen. Schritt für Schritt wird die Belastung gesteigert und die Übungen werden koordinativ schwieriger.

Endlich konnte ich auch die Rückenreha in Basel bei Mägi Schaller beginnen. Einmal pro Woche bin ich in Münchenstein und versuche mit spezifischen Übungen meinen Rücken zu stärken. In den letzten Jahren hatte ich enorme Rückenschmerzen und dadurch haben einige Musklen nicht mehr gearbeitet. Diese gilt es wieder ansteuern zu lernen.

Nebst dem täglichen Training geniesse ich auch die Zeit zu Hause. Denn normalerweise komme ich nicht dazu die Adventszeit und Weihnachten in vollen Zügen zu geniessen und feiern. Dies hole ich jetzt nach.. und das so richtig.. mit Adventskalender basteln, Guetzli backen, Weihnachtsmarkt besuchen, Geschenke machen usw.. :-)

Ich werde oft gefragt ob ich die Skirennen im Fernsehen mitverfolge und wie es mir damit geht, jetzt nicht Ski fahren zu können. Ja, ich schaue Skirennen im Fernsehen und es geht mir gut dabei. Das erste Rennen in Sölden war noch etwas speziell mitzuverfolgen, weil ich meine erneute Verletzung noch nicht akzeptiert und verarbeitet hatte. Klar, es ist nicht immer einfach zu sehen, wie "einfach" es anderen manchmal läuft. Doch wenn ich sehe wo meine ehemaligen Teamkolleginnen stehen, gibt es mir Zuversicht und Mut, dran zu bleiben und nicht aufzugeben.
Das Skifahren vermisse ich im Moment nicht sehr.. das klingt jetzt vielleicht etwas speziell und ich würde logischerweise nicht nein sagen wenn mein Arzt mir das OK zum Skifahren geben würde. Aber ich bin körperlich im Moment so weit vom Rennen fahren entfernt, dass es einfach kein Thema ist. Ich glaube auch, dass es nichts bringen würde jetzt jeden Tag ans Skifahren und das Comeback zu denken. Ich versuche im Moment zu bleiben und geniesse die Tatsache, dass die Reha so gut verläuft und bin dankbar dafür. Ich bin mir sicher, dass das kribbeln schon auftauchen wird, wenn das Ski fahren näher rückt. Aber im Moment ist es gut so wie es ist :-) Diese Einstellung hilft mir, die kleinen Fortschritte in der Reha wertzuschätzen und dankbar zu sein, mit welcher Leichtigkeit ich die Reha aktuell meistere.

Seit ich kommuniziert habe, dass ich diese Saison keine Rennen bestreiten kann, bekomme ich extrem viel Zuspruch von Bekannten und dem Umfeld. Ich bin sehr froh, diese Unterstützung zu haben und es ist schön zu spüren, wie Viele noch immer an mich glauben und mir die Daumen drücken. Vielen, vielen Dank dafür!

Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit und natürlich schöne und Weihnachten.

Eure Andrea